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Fachgerechte Stilllegung von Heizöl- oder Diesellagerbehältern (31.08.2023)
Landkreis Lüchow-Dannenberg (PM149/2023)

Treibstoffe und Heizöl sind wassergefährdende Stoffe. Oft sind noch Reste in den Tankbehältern und wenn diese nicht mehr genutzt werden, können Diesel oder Heizölreste eine Gefahr für die Umwelt darstellen. Um dem vorzubeugen, muss eine Stilllegung oder wesentlichen Änderungen 6 Wochen im Voraus schriftlich angezeigt werden. Darauf weist die Untere Wasserbehörde des Landkreises hin.

Vorschriften außerhalb von Schutzgebieten

Bei Tankgrößen bis 10.000 Liter, die oberirdisch stehen (dazu zählt auch der Kellerraum), bedarf es einen Nachweis über die Entleerung durch einen Fachbetrieb, ebenso für die Endreinigung. Für Behältern mit mehr als 10.000 Liter Volumen und für unterirdische Behälter (unabhängig vom Fassungsvermögen) und unterirdisch verlaufende Rohrleitungen ist zusätzlich eine Stilllegungsprüfung durch einen Sachverständigen durchzuführen.

Vorschriften innerhalb von Schutzgebieten

Bei oberirdischen (inkl. Keller) Behältern ab einer Lagermenge von 220 und unabhängig von der Lagermenge bei unterirdischen Anlagen muss ebenfalls ein Nachweis über die Entleerung und Endreinigung durch eine Fachfirma, sowie die Stilllegungsprüfung nachgewiesen werden.

Entsorgung und Verkauf von leeren Behältern

Nachdem die Lagerbehälter ordnungsgemäß stillgelegt sind, inkl. der Endreinigung, können diese entweder fachgerecht entsorgt, verkauft oder zur Speicherung von Regenwasser genutzt werden. Falls die Tanks aus GFK oder PE älter als 25 Jahre, bzw. Edelstahl älter als 40 Jahre sind, wird der Weiterverkauf als Lagerbehälter für Heizöl oder Diesel nicht empfohlen. Generell sind Heizöllagerbehälter aus Kunststoff auf einen sicheren Betrieb von 30 Jahren, aus Stahl für ca. 50 Jahre ausgelegt.

Für neue Lageranlagen bzw. für die erneute Verwendung gebrauchter Lagerbehälter sowie wesentliche Änderungen an der Anlage gilt, dass Installationen und Änderungen nur durch einen Fachbetrieb ausgeführt werden dürfen, es bedarf einer Vorinbetriebnahme-Prüfung durch einen Sachverständigen und  die Anlagen sind dem Fachdienst 66 - Wasser, Boden und Abfall bei der Kreisverwaltung anzuzeigen.

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