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Gewachsen. Geteilt. Geeint. Grenzgeschichte(n) (28.09.2023)
Landkreis Lüchow-Dannenberg (PM 164/2023)

Die Ausstellung „Gewachsen. Geteilt. Geeint. Grenzgeschichte(n)“ wird von der Metropolregion Hamburg anlässlich des Tages der Deutschen Einheit 2023 gezeigt.
Die Ausstellung im Hamburger Rathaus erzählt von den Auswirkungen der Teilung Deutschlands für Mensch, Wirtschaft und Natur. Sie zeigt das Zusammenwachsen nach der Öffnung und wagt gemeinsam mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen auch einen Blick in die Zukunft. Hamburgs Staatsrätin Almut Möller hat die Ausstellung im Hamburger Rathaus eröffnet. Die Ausstellung ist im öffentlich zugänglichen Foyer des Rathauses noch bis zum 01.11.2023 zu sehen. Ursprünglich sollte die Ausstellung nur bis Mitte Oktober gezeigt werden, die Metropolregion Hamburg hat die Ausstellungsdauer aufgrund der großen Resonanz verlängert. 

Die Geschichte der innerdeutschen Grenze in der Metropolregion Hamburg – also von der Ostseeküste bis ins Wendland wurde erstmals zusammenhängend erzählt. Grundlage war das Projekt zur Erinnerungslandschaft Grenzgeschichte(n).
Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hat federführend das Leitprojekt „Grenzgeschichte(n)“ mit 25 einzelnen Erinnerungsorten und Museen in der Metropolregion Hamburg geleitet. Vielfältige Materialien und Zeitzeugenberichte konnten gesichert werden und sind in die Ausstellung eingeflossen. Eine der Zeitzeuginnen ist auch Lüchow-Dannenbergs Landrätin Dagmar Schulz: „Lüchow-Dannenberg hatte mit 142 von 184 km unserer gesamten Kreisgrenze den längsten Anteil der innerdeutschen Grenze. Daher sehen wir uns auch besonders in der Verantwortung, die Erinnerungskultur an diese Zeit aufrechtzuerhalten und zu fördern.“ Wie ein Dreieck ragte der Landkreis in die DDR und nur die kürzeste Seite war zugänglich. „Das Thema Ab- und Ausgrenzung begleitet den Landkreis in seiner langen Geschichte. Die Trennung gewachsener Beziehungen zum Beispiel mit der Altmark ist Thema eines Teilprojektes der Grenzgeschichte(n), mit dem Ziel, weiteres Zeitzeugenwissen zu sichern und für die Bildung zu nutzen.“

Gorleben und Politik der Zeitgeschichte

Neben der innerdeutschen Grenze hat den Landkreis Lüchow-Dannenberg auch das Thema Gorleben beschäftigt. Der kleine Ort Gorleben ist als Standort für Atommüll ausgewählt worden – vielleicht auch aufgrund der Lage im Zonenrandgebiet. Auch darüber – und über andere politische Aspekte der Zeitgeschichte – informiert die Ausstellung im Hamburger Rathaus. Gorleben habe auch viele Kulturschaffende in den Landkreis gelockt und auch auf eine ganz andere Art und Weise Lüchow-Dannenberg geprägt. „Bis heute prägt etwa die Biolandwirtschaft den Landkreis und schon früh hatten wir unser Ziel erreicht, die Menschen mit 100 Prozent erneuerbarer Energie zu versorgen.“ Heute engagiert sich der Landkreis Lüchow-Dannenberg in einer Cradle 2 Cradle Modellregion, um eine nachhaltige und ökologische Kreislaufwirtschaft zu etablieren.

In der Ausstellung geht es sehr anschaulich um Geschichte, Entwicklung und Prägung der Region mit ihrer rund 300 Kilometer langen ehemaligen innerdeutschen Grenze. Es geht es um das Leben in der ehemaligen Grenzregion, die historischen Verflechtungen und Handelsströme, die die Grenzregion geprägt haben und auch um die Neuordnung des Wirtschaftsraums nach der Grenzöffnung.

Herausforderungen für die Zukunft

Die Herausforderungen für die Zukunft sind in Lüchow-Dannenberg ähnlich, wie die der Großstadt Hamburg. Sowohl die Metropole probiert zukunftsweisende Mobilitätskonzepte aus, als auch Lüchow-Dannenberg. Und es wird etwa an der Infrastruktur für E-Mobilität und nötige Ladesäulen gearbeitet. Landrätin Dagmar Schulz lobt ausdrücklich die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Metropolregion und freut sich, dass Lüchow-Dannenberg in der Ausstellung „Gewachsen. Geteilt. Geeint.“ bis zum 16. Oktober im Hamburger Rathaus präsent ist. Die Ausstellung ist Teil der diesjährigen Feier zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.
Auch die Museen im Wendland, die sich mit Grenzgeschichten beschäftigen, haben an diesem Tag geöffnet.

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