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Offene Stellen im Gesundheitswesen (21.11.2023)
Landkreis Lüchow-Dannenberg (PM202/2023)

 

Wenn Landärztin, dann Wendlandärztin (Grafik: A. Traulsen)

Mit einem Kurzfilm und einem Podcast sucht das Wendland medizinisches Fachpersonal, Betreuungs- und Pflegekräfte. Auf www.wendlandarzt.de werden Stellen- & Nachfolgegesuche aus dem Gesundheitswesen in Lüchow-Dannenberg präsentiert. Gesundheitsschaffende sind aufgerufen, ihre Angebote zu aktualisieren und Kontakt mit der Agentur Wendlandleben aufzunehmen.

In Lüchow-Dannenberg, wie in anderen ländlichen Regionen, sind offenen Stellen im Gesundheitswesen in besonderem Maße spürbar. „Nicht erst seit gestern legen wir darum einen besonderen Fokus auf die Bewerbung der vakanten Stellen des hiesigen Gesundheitswesens“, sagt Sigrun Kreuser, Leiterin der Agentur Wendlandleben. Die Kampagne ‚Wenn Landärztin, dann Wendlandärztin‘ soll im Dezember noch einmal bundesweit angeschoben werden. „Hierfür ist es wichtig, dass der aktuelle Bedarf sichtbar wird. Wir rufen alle Praxen und Gesundheitsschaffende erneut auf, uns ihre Jobangebote mitzuteilen – sofern sie nicht schon auf www.wendlandarzt.de veröffentlicht sind.
„Wir freuen uns über jede Ärztin und jeden Arzt, der dazukommt – unabhängig, ob es im hausärztlichen, im fachärztlichen oder im Krankenhausbereich ist“, sagt Dr. Jonas Niemann, Allgemeinmediziner in Schweskau und Gartow, über den dringenden Bedarf.

Darüber hat die freischaffende Filmemacherin Antonia Traulsen im Auftrag von Wendlandleben und der Gesundheitsregion Lüchow-Dannenberg intensive Interviews geführt und einen pointierten Kurzfilm gemacht. Zu Wort kommen Ärztinnen und Ärzte des Landkreises, die authentisch schildern, woran es mangelt und was sie schätzen an ihrem Job im Wendland.

Meist sind sie selbst zugezogen. Wie Dr. Simon Schloon, der mit seiner Familie und Freunden nach Lüchow-Dannenberg kam, weil er die Stadt nicht mehr ertrug und Hausarzt auf dem Land werden wollte. Ihn reizt das Netzwerk und Zusammengehörigkeitsgefühl der Wendlandärztinnen und -ärzte sowie ihre Bereitschaft, einander zu helfen und zusammenzuarbeiten.
Dr. Lorenz von Pfister, Unfallchirurg an der Elbe-Jeetzel-Klinik Dannenberg, zog aus Berlin nach Hitzacker, obwohl ihn das Provinzielle eigentlich abschreckte. „Ich fand, dass man hier besonders viel Wertschätzung erfährt. Das ist anders als in der Stadt. In der Stadt ist man so austauschbar“, sagt er.

Überrascht war die Leiterin des Gesundheitsamtes, Juliane Palmer, schon von der Art und Weise, wie ihre Bewerbung beim Landkreis Lüchow-Dannenberg aufgenommen wurde. „Es wurde sich bedankt, dass ich mich beworben habe. Das habe ich vorher noch nie erlebt!“, erinnert sie sich.
„Modern“ findet der Neurologe und Allgemeinarzt in Weiterbildung Dr. Sebastian Hammer das Wendland: „Die Bevölkerung ist fast ein bisschen urban – auch wenn wir hier am Arsch der Heide sind.“
Katharina Herms ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in Dannenberg. Sie vermisst „die internationale Küche“. Das sei aber auch das einzige.

„Wir haben den Film während der Kulturellen Landpartie auf Facebook veröffentlicht. Ohne großes Tamtam. Trotzdem hat der Beitrag schon eine beachtliche Reichweite erzielt, weil er schon 750 mal geteilt wurde“, freut sich Steffen Rudnik von der Agentur Wendlandleben über die Resonanz aus der Bevölkerung. Dennoch mache es unbedingt Sinn, den Film weiterzuverbreiten, Freundinnen und Freunden Bescheid zu sagen.

Hintergrund 

Zu finden ist der Film „Wenn Landärztin dann Wendlandärztin“ auf www.wendlandarzt.de, wo neben weiteren Beiträgen aus der Ärztinnen- und Ärzteschaft, den Infos und Kontakten für Zuzugsinteressierte auch die konkreten Stellengesuche aus den Bereichen „Arztberufe & medizinisches Fachpersonal“, „Pflege Betreuung & Hauswirtschaft“ sowie „weitere Gesundheits- & Heilberufe“ zu finden sind.

Auch ein Podcast, der sich mit „Landgesundheit“ im Wendland befasst, wurde kürzlich von der Agentur Wendlandleben auf der Seite veröffentlicht. Hier sprechen Hebamme Rike Zanjani, Hausarzt Dr. Simon Schloon und Osteopath Jonte Witte über ihre Wege im und ins Wendland und zeigen die ehrlichen Perspektiven auf die Zukunft der Landgesundheit auf.

Einen praktischen Erfolg konnte Wendlandleben bereits 2021 mit einer ähnlichen Kampagne erzielen. Damals ging es in einem Kurzfilm um Hebammen für das Wendland. Man wurde fündig, weil Bevölkerung und Hebammen mitmachten und den Hilferuf weiterverbreiteten.

 
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