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Grenzgeschichte(n) erleben und erinnern – Ausstellung im Lüchower Kreishaus

 Fotos: Metropolregion HamburgMehr als 25 Erinnerungsorte der innerdeutschen Geschichte gibt es in der Metropolregion Hamburg. Eine neue Ausstellung, die vom 4. Juli bis 7. Oktober 2022 im Lüchower Kreishaus zu sehen ist, stellt sie vor. Auch vier Museen aus Lüchow-Dannenberg gehören dazu. Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen des Projektes „Grenzgeschichte(n)“, das 2021 endete.

Die Ausstellung regt dazu an, die Erinnerungsorte zu erleben: auf Grenzwanderungen zur Agentenschleuse in Lübeck-Schlutup, Fahrradtouren ins ehemalige Sperrgebiet rund um den Ratzeburger See oder in Zeitzeugengesprächen im Amt Neuhaus, auf dem Sofafloß in Hitzacker oder mit ehemaligen Grenzbeamten in Bad Bodenteich.

Dazu Landrätin Dagmar Schulz, Projektleiterin beim federführenden Landkreis Lüchow-Dannenberg: „Die Elbregion ist mit den Biosphärenreservaten heute eine einzigartige Erlebnisregion. Gerade sie wurde stark durch die damalige Grenzsituation geprägt. Umso wichtiger ist es, an die deutsche Teilung und die SED-Diktatur mit ihren Auswirkungen auf die Natur und die Lebensgeschichten der Menschen zu erinnern, sie als besonderes Identitätsmerkmal für den sanften Tourismus weiter zu erschließen und die Demokratiebildung junger Menschen zu fördern.“

Die ehemalige innerdeutsche Grenze in der Metropolregion Hamburg erstreckte sich entlang der Elbe, durch den Schaalsee sowie an den Ufern der Untertrave und der Pötenitzer Wiek; im südlichen Bereich verlief sie im Binnenland. Eine Vielzahl von Museen, Ausstellungen und Erinnerungsorten widmen sich entlang der mehr als 300 Kilometer den Themen Teilung und Grenze. Sie erzählen die Geschichten von Unfreiheit und vom Leben im Sperrgebiet. Sie machen aufmerksam auf Themen wie Enteignung oder Zwangsaussiedlung und helfen diese Erfahrungen für nachkommende Generationen zu bewahren.Die Ausstellung ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr geöffnet, am Freitag von 8 bis 12.30 Uhr. Nach Absprache kann die Ausstellung für Gruppen auch zu anderen Zeiten geöffnet werden. Der Eintritt ist frei.

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