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Die Endlagersuche verzögert sich - Atommüll muss länger zwischengelagert werden

Foto (D.Schulz): Castor Attrappe Bislang sollte 2031 ein Standort für ein Atommüll-Endlager benannt werden. Der Zeitplan werde aber nicht ausreichen, so ein Sprecher des Bundesumweltministeriums. Nach Medienberichten werde erst 2046 der Standort fest stehen. Im Ausschuss Atomanlagen erläuterte Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz, dass es im schlechtesten Fall auch 30 Jahre dauern könnte, bis ein geeigneter Standort gefunden wird. Und danach muss das Endlager geplant, genehmigt und gebaut werden. Die Folge: der hochradioaktive Atommüll muss deutlich länger zwischengelagert werden.

Und davon ist auch das Zwischenlager in Gorleben betroffen, also beschäftigen sich die Verwaltung und die Kreispolitik mit dem Thema. Das Zwischenlager wurde 1995 in Betrieb genommen und die Lagerung ist bis 2034 genehmigt, 113 Behälter (Castor) mit hochradioaktiven Atommüll stehen in Gorleben. Das Zwischenlager wird von der BGZ (Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung) betrieben. Tristan Zielinski von der BGZ hat den Ausschuss-Mitgliedern das Konzept zur Anlagensicherheit erläutert. Um das Brennelemente-Lager werde im kommenden Jahr eine zusätzliche Schutzmauer gebaut. Weiterhin soll die Sicherheitszentrale erneuert werden. Beide Projekte sind seit Jahren geplant. Details nannte Zielinski aus Sicherheitsgründen nicht.

Auf Nachfrage von Landrätin Dagmar Schulz wurde von der BGZ mitgeteilt, dass neue Bedrohungen ständig von den Sicherheitsbehörden des Landes und Bundes bewertet und Schutzmaßnahmen entsprechend von der BGZ angepasst würden. Der Landkreis ist vor allem als Katastrophenschutzbehörde im Krisenfall zuständig.

Forschungsprojekt Zwischenlagerung

Angesichts der verlängerten Zwischenlagerung hoffen viele Ausschuss-Mitglieder auf ein Begleitforum, um die Belange der einzelnen Zwischenlager-Standorte zu berücksichtigen. Die BGZ öffne sich und kommuniziere auf Augenhöhe mit uns, ergänzte Ausschussvorsitzender Martin Donat. Im Sommer stellte die BGZ ihr Forschungsprogramm zur verlängerten Zwischenlagerung dem Ausschuss vor. Dabei geht es um die Frage, wie lange die hochradioaktiven Brennelemente sicher in den Behältern gelagert werden können, so soll 2027 in den USA erstmals ein Behälter nach langer Zeit geöffnet werden.

Endlagersuche in Tonformationen

Auch Tonformationen werden für ein Endlager untersucht. Außerhalb der Endlagersuche hatte die Leibniz Universität Hannover hatte im Auftrag des Landes Tonformationen in Niedersachsen begutachtet. Demnach seien die meisten Tonvorkommen mit einer Dicke von 100 Meter nicht massiv genug für ein Endlager, am Rande von Salzstöcken seien viele Tonschichten deutlich massiver, in Gorleben etwa 430 Meter. „Wir müssen wachsam bleiben“, mahnt Ausschussvorsitzender Donat und Landrätin Dagmar Schulz möchte eine Informationsveranstaltung zu dem Thema anbieten.

 

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