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Keine Hochzeit ohne Arthur Creutz - Museum Hitzacker zeigt historische Hochzeitsfotografien

Auf Hochzeitsfeiern in Uelzen, später in Hitzacker und Umgebung war Arthur Creutz in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ein gern gesehener Gast: Denn dank seiner Glasplattenkamera entstand oft die einzige bildliche Erinnerung an diesen Tag. Das Museum Hitzacker zeigt bis Ende Oktober eine neue Sonderausstellung mit seinen Zeitdokumenten.

Hochzeitsfoto von Arthur Creutz. Quelle: Museum Hitzacker„Glasplattenfotografien haben auch heute noch eine  ungeheure Qualität“, schwärmt Museumsleiter Klaus Lehmann, „in den Großformaten der Ausstellung werden sie zu regelrechten Kunstwerken und spiegeln ein Stück Zeitkolorit wieder.“ Anhand von Hochzeitsbildern aus der Zeit von 1932 bis 1954 spannt die Ausstellung damit einen Bogen zwischen Vor- und Nachkriegszeit, zwischen Matrosenanzug, Uniform und Fallschirmseide.

Die Ausstellung hebt ausgewählte Momente heraus - mit Unterstützung einiger weniger Zeitzeugen, die noch berichten können: so erinnert sich Sigrid Meyer-Nehls noch heute im Detail an die Hochzeit ihrer Schwester 1939 kurz vor Kriegsbeginn – sie selbst war damals 11 Jahre alt. Arthur Creutz war auch dabei, als 1954 beim jungen Ehepaar Bartels das ganze Dorf Pussade mit den Flüchtlingen eine Dorfhochzeit feierte -  wovon die damalige Braut heute noch berichten kann.

Über Arthur Creutz
Arthur Creutz wurde 1882 in Uelzen geboren, wo er von 1896 bis 1899 zum Fotografen ausgebildet wurde. Nach dem Militärdienst machte er sich 1905 mit einem eigenen Atelier in Uelzen selbstständig - und galt bald als DER Fotofgraf der Stadt. Anfang der 1930er-Jahre siedelte Arthur Creutz nach Hitzacker über, wo er ebenfalls ein Atelier unterhielt und bei zahlreichen Familienfeiern und anderen Anlässen in Hitzacker und den umliegenden Dörfern fotografierte - bis weit in die 50er-Jahre hinein, als Glasplattenkameras zu aufwändig wurden und die Zeit des Rollfilms begann. 1955 feierte Creutz das 50-jährige Bestehen seines Geschäfts. 1961 verstarb er. Sein fotografischer Nachlass - rund 3000 Fotoglasplatten aus fünf Jahrzehnten - wird im Archiv des Museums Hitzacker sicher verwahrt.

Öffnungszeiten
bis Ende Oktober:
Dienstag bis Sonntag (inkl. Feiertage) 10-17 Uhr
Montag geschlossen

Das Museum Hitzacker Altes Zollhaus ist eins von dreizehn Museen in der Region Wendland.Elbe und Mitglied im Museumsverbund Lüchow-Dannenberg e. V.: www.museen-wendland.de.

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