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Für den Erhalt der Nemitzer Heide: Landkreis Lüchow-Dannenberg erhält Fördermittel in Höhe von 230.500 Euro

Nemitzer Heide. Foto: Landkreis Lüchow-DannenbergDie Nemitzer Heide, die nach dem großen Waldbrand von 1975 entstanden ist, besticht nicht nur durch ihre besondere Schönheit mit ihrer ausgedehnten durch Birken und Kiefern strukturierten Heidelandschaft und eingestreuten Sandmagerrasen. Sie bietet auch Lebensraum für unzählige hoch spezialisierte Insekten-, Vogelarten und Pflanzenarten. Bei Einheimischen wie bei Gästen ist die Nemitzer Heide ein beliebtes Ausflugsziel. Jetzt hat das Land Niedersachsen dem Landkreis Lüchow-Dannenberg Fördermittel in Höhe von rund 230.500 Euro bewilligt, um die Nemitzer Heide dauerhaft zu bewahren und ihre besondere Artenvielfalt zu fördern. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und aus Landesmitteln zur Förderung spezieller Arten- und Biotopschutzmaßnahmen in der Agrarlandschaft (SAB).

Zum einen sollen einige Bereiche der Heide von unerwünschten Moosen befreit werden: Großblättrige, weit verbreitete Moose haben mittlerweile einen dichten Filz in der Heide ausgebildet und verdrängen viele auf den offenen Sandboden vorkommende Arten wie beispielsweise Erdbienen oder seltene Erdflechten. Mit der Entnahme der Moose, bei denen spezielle Maschinen zum Einsatz kommen, werden der Fläche auch die für den Lebensraum und seine Pflanzen- und Tierwelt problematischen Nährstoffe entzogen. Sehr stark vermooste Sandflächen sollen gefräst werden. An einzelnen Stellen wird auch das Plaggen, eine traditionelle Nutzungsform der Heide, durchgeführt werden.

Ein weitere Schwerpunkt der Fördermaßnahme ist das Abschieben ehemaliger Kiefernforstflächen: Im Rahmen eines früheren Förderprojekts waren 2009 und 2010 mehrere Hektar mit Kiefern gefällt worden. Auf diesen Flächen trägt eine dicke Auflage aus Streu und Rohhumus dazu bei, dass die Spezialisten der sandigen Magerrasen dort nicht richtig Fuß fassen können und sich stattdessen Birkenjungwuchs ausbreitet. Ziel der Maßnahme ist die Schaffung nährstoffarmer und offensandiger Flächen, die für viele Pionierarten wie für den bedrohten Steinschmätzer überlebenswichtig sind. Mit etwas Glück kehrt auch der auf trocken-sandige und spärlich bewachsene Böden angewiesene Brachpieper in die Nemitzer Heide zurück, eine Vogelart, die bis 2013 in der Nemitzer Heide vorkam und seitdem in ganz Niedersachsen als verschollen gilt.

Umgesetzt werden die Maßnahmen auf den landkreiseigenen Flächen ab Herbst 2021 bis Winter 2022.

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