Corona: aktuelle Lage vom 30. März 2020, 11.30 Uhr

In der derzeit wöchentlich stattfindenden "großen Lagebesprechung" haben sich heute erneut Mitglieder des Krisenstabs des Landkreises Lüchow-Dannenberg mit Vertretern des Gesundheitsamts Uelzen – Lüchow-Dannenberg, der Samtgemeinden, der Polizei, der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik und des Rettungswesens zur aktuellen Situation abgestimmt und weitere Maßnahmen beschlossen.

Aktueller Krankenstand

Die Zahl der Infizierten und der Kontaktpersonen hat sich über das Wochenende nicht verändert, teilte die stellvertretende Amtsärztin Dr. Claudia Schulze mit. Weiterhin führt das Gesundheitsamt neun Erkrankte und 53 Kontaktpersonen in seiner Statistik.

In der Nacht zu Sonntag ist die Bewohnerin eines Pflegeheims der Region mit Krankheitsymptomen in die Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik eingeliefert worden, berichtete Dr. Claudia Schulze. Ob die Seniorin an Covid-19 erkrankt ist, wird voraussichtlich morgen (31. März 2020) feststehen. Die Frau war erst am Freitag nach einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt außerhalb des Kreisgebiets in das Heim zurückverlegt worden und hatte ihr Zimmer seitdem nicht verlassen. Bis Sonntag hatte sie nur mit den sie betreuenden Pflegekräften Kontakt. Diese sind derzeit vorsorglich vom Dienst freigestellt.

Land liefert Schutzausrüstung

Am späten Freitagnachmittag (27. März 2020) ging im Kreishaus in Lüchow die Nachricht ein, dass das Land dem Amtshilfeersuchen der Kreisverwaltung mit einer ersten Teillieferung entsprechen wird: Noch heute (30. März 2020) sollen 5.000 FFP2- und 400 FFP3-Masken Lüchow-Dannenberg erreichen, außerdem Schutzbrillen, Schutzanzüge, Schutzkittel, Einmal-Handschuhe, Mittel zur Hand- und zur Flächendesinfektion sowie Abstrichröhrchen. Angefordert hatte der Landkreis mit seinem Amtshilfeersuchen ingesamt beispielsweise 10.000 FFP2 und 1.000 FFP3-Masken.

Neben dem Amtshilfeersuchen an das Land bemüht sich die Kreisverwaltung weiterhin selbst um Ausrüstungsmaterial: In der vergangenen Woche hat unter anderem eine Bestellung von 10.000 FFP2-Masken das Haus verlassen. Davon abgesehen sind weiterhin alle Dienstleister des Gesundheitswesens aufgefordert, sich selbst um die nötige Ausrüstung zu bemühen. Der Landkreis werde seine Ressourcen "nur subsidiär als Notfallbedarf zur Verfügung stellen können", stellte Ordnungsamtsleiter Christian Schlenker klar.

Diagnosezentrum Rosche

Bis zum 27. März 2020 hat das Personal der Kassenärztlichen Vereinigung in Rosche 430 Abstriche vorgenommen. Unter den getesteten Personen waren 76 Lüchow-Dannenberger.

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg informiert fortlaufend per Pressemitteilung und unter www.luechow-dannenberg.de.

Grundlegende Informationen und den aktuellen Krankenstand gibt es unter www.luechow-dannenberg.de/coronavirus.

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