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Gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen: Hinsehen und Handeln! – Präventionsprojekt startet kreisweit (11.11.2020)
Landkreis Lüchow-Dannenberg (PM 275/2020)

„Null Toleranz im Strafraum“, sagt Almuth Schult und streckt dem Betrachter ihre behandschuhte Hand abwehrend entgegen. „Macht euch laut – gegen sexuelle Gewalt“, fordern die Mitglieder von Madsen. Die Torhüterin des VFL Wolfsburg und die Erfolgsband aus dem Wendland werden in den nächsten Wochen kreisweit auf Plakatwänden zu sehen sein. Zusammen mit anderen bekannten Gesichtern aus der Region stehen sie Pate für eine Plakatkampagne gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

Plakat "Null Toleranz im Strafraum" mit Torhüterin Almuth SchultMehr als 1000 Plakate sollen in den nächsten Wochen in Schulen, Kirchen, Büchereien, Behörden, Feuerwehrgerätehäusern, Bussen, Kinderarztpraxen und Jugendeinrichtungen aufgehängt werden. Diese Plakate sind Teil des Präventionsprojekts „DAN für Kinder- und Jugendschutz – WIR gegen sexualisierte Gewalt!“, gefördert vom Landespräventionsrat, das die Fachstelle Kinder- und Jugendschutz von Susan Fuhrmann und der Kreisjugendpfleger Mathias Niebuhr vom Landkreis Lüchow-Dannenberg initiiert haben und gemeinsam mit vielen Partnern, wie beispielsweise der Beratungstelle Violetta in Dannenberg, umsetzen.

„Laut WHO sind neun Prozent alle Mädchen und Jungen irgendwann im Verlauf ihrer Kindheit und Jugend von sexualisierter Gewalt betroffen“, erklärt Matthias Niebuhr. „Das Projekt soll die Öffentlichkeit hierzu auf breiter Ebene sensibilisieren“, sagt Susan Fuhrmann, „es soll Kinder, Jugendliche, BürgerInnen, Menschen im Ehrenamt und Fachkräfte zu den Themen „sexualisierte Gewalt“ und „Kinder- und Jugendschutz“ informieren und fortbilden.“

Dazu gehört auch ein Flyer, der nicht nur ausliegen, sondern auch an den Innenseiten der Türen von Schultoiletten hängen wird – „so dass Schülerinnen und Schüler sich diskret informieren können, wo sie Rat und Hilfe bekommen können“, erklärt Niebuhr.

Weitere Bausteine des Projekts sind Webinare, beispielsweise zu Schutzkonzepten in institutionellen Einrichtungen: „Schulen und Kitas nehmen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt eine zentrale Stellung und Verantwortung ein“, sagt Susan Fuhrmann. „Das Gleiche gilt für das Vereinswesen“, ergänzt Mathias Niebuhr. „Schutzkonzepte sorgen in diesen Einrichtungen nicht nur dafür, Missbrauch zu verhindern, sondern Kinder und Jugendliche, die andernorts Opfer von Missbrauch oder Übergriffen werden, können hier auch kompetente Unterstützung finden.“

Die Schulen in Lüchow-Dannenberg werden im Rahmen des Projekts über eine Cloud Unterrichtsmaterial zum Thema „Kinderrechte“ zur Verfügung gestellt bekommen. Kurz vor dem Online-Go steht außerdem eine Website unter www.dan-kinder-jugendschutz.de.

„Haben Sie Hinweise, dass ein Kind möglicherweise vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht wird? Dann holen Sie sich Hilfe“, appellieren Susan Fuhrmann und Mathias Niebuhr. Die beiden sind im Lüchower Kreishaus telefonisch unter 05841 / 120-349 und 120-355 sowie per E-Mail an kinderschutz@luechow-dannenberg.de zu erreichen.

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